Periimplantitis – eine neue Form der Parodontose im Zeitalter der Zahnimplantate

Periimplantitis – eine neue Form der Parodontose im Zeitalter der Zahnimplantate

Zähne lassen sich heute schonend und sicher durch Zahnimplantate ersetzen. Doch sind Implantate wirklich ein Leben lang haltbar? Oft wird uns diese Frage in unserer Zahnarztpraxis in München gestellt. Klar ist, dass die künstlichen Zahnwurzeln aus Titan keine Karies bekommen können. Das Metall ist resistent gegen Säuren und Karies-Bakterien haben daher keine Chance!
Aber auch für Zahnimplantate stellt die Parodontose – hier als Peri-Implantitis bezeichnet – eine Gefahr dar. Die rauhe Oberfläche, die für das Anwachsen des Kieferknochens ideale Voraussetzungen bietet, stellt beim Abbau des Kieferknochens auch ein Risiko für Entzündungen dar! Bakterien können sich daran anheften und eine Zahnbetterkrankung am Zahnimplantat auslösen. Der Pflege der Implantate kommt daher eine ganz besondere Bedeutung zu! Lassen Sie sich dabei von uns helfen und nehmen Sie an unserem Nachsorgeprogramm für Zahnimplantate in der Zahnarztpraxis in München teil!

Was bedeutet eigentlich Periimplantitis?

Peri-Implantitis ist die Entzündung des Gewebes („peri“ steht im Lateinischen für „um“/“herum“ – „Implantitis“ bedeutet „Entzündung am Implantat“), das das Zahnimplantat umgibt. Das Krankheitsbild der Periimplantitis ähnelt dem der klassischen Parodontose, es benötigt aber eine andere Therapie. Vor allem, wenn keine regelmäßige professionelle Zahnreinigung und Kontrolle durch den Zahnarzt durchgeführt wird, werden entzündete Zahnimplantate erst spät erkannt. Nur der erfahrene Implantologe kann eine frühzeitige und sichere Diagnose stellen. In unserer Zahnarztpraxis in München Zentrum beobachten wir, dass viele Zahnärzte bei solch schwierigen Fällen keine Lösungen kennen, um entzündete Implantate zu behandeln.

Häufig gestellte Fragen zum Thema „Periimplantitis“:

  1. Was sind die Ursachen dafür, dass sich Eiter am Zahnimplantat bildet?
  2. Wie beginnt eine Periimplantitis?
  3. Was passiert, wenn Eiter am Implantat entsteht?
  4. Unterscheiden sich die Bakterien der Entzündung am Zahnimplantat von der Bakterien-Flora der Parodontose am natürlichen Zahn?
  5. Warum habe ich gar nicht selbst bemerkt, dass sich mein Zahnimplantat entzündet hat?
  6. Wie wird eine Periimplantitis-Therapie an Zahnimplantaten durchgeführt?
  7. Was passiert eigentlich, wenn niemand diese Entzündung an den Zahnimplantaten bemerkt?
  8. Was passiert nach der Periimplantitis-Behandlung mit meinem Implantat?
  9. Übernimmt meine Krankenkasse die Behandlung des entzündeten Zahnimplantats?

Was sind die Ursachen dafür, dass sich Eiter am Zahnimplantat bildet?

Die Ursachen für ein entzündetes Implantat können vielfältig sein: falsch gesetzte Zahnimplantate, die nicht gut zu reinigen sind. Aggressive Bakterien in der Mundhöhle. Zu dünnes Gewebe im Bereich der Durchtritt-Stelle des Zahnimplantats sind nur einige der Möglichkeiten, warum Implantate sich entzünden können.

Wie beginnt eine Periimplantitis?

Im beginnenden Stadium spricht man von einer Mucositis (Entzündung des Zahnfleisches ohne Knochenbeteiligung) am Zahnimplantat, einer oberflächlichen Entzündung des umgebenden Gewebes. Diese ist vollständig reversibel bei frühzeitiger Behandlung: es drohen dann keine Folgeschäden. Wichtig ist, dass der Patient in ein ganz regelmäßiges Kontrollsystem mit regelmäßiger professioneller Zahnreinigung (3-4 Mal pro Jahr) eingebunden wird.

Was passiert, wenn Eiter am Implantat entsteht?

Ist bereits der Knochen angegriffen spricht man von Periimplantitis: es bildet sich Eiter am Implantat. Wird hier nicht sofort und entschieden eingegriffen ist der Verlust des betroffenen Zahnimplantats vorprogrammiert. Die Behandlung wird operativ durchgeführt: freiliegende Implantat-Anteile werden geglättet, das umgebende Gewebe wird mit einem Bindegewebstransplantat verstärkt und das Implantat damit wieder gegen Bakterien abgedichtet. Die Behandlung kann mit einem sanften Laser unterstützt werden, der sogenannten photodynamischen Therapie. Bei dieser Behandlung werden Bakterien mit einem Farbstoff markiert und dann mit einem Softlaser zerstört. Das Verfahren ist schonend, schmerzfrei und hat keinerlei Nebenwirkungen.

Unterscheiden sich die Bakterien der Entzündung am Zahnimplantat von der Bakterien-Flora der Parodontose am natürlichen Zahn?

Die Bakterien der beiden Erkrankungen des Kieferknochens ähneln sich stark. Die Entzündung am Zahnimplantat schreitet jedoch schneller voran als die am natürlichen Zahn. Das liegt zum einen – wie bereits oben erwähnt – an der rauheren Oberfläche der künstlichen Zahnwurzel. Hinzu kommt, dass den natürlichen Zahn ein Faserapparat um gibt, der von Abwehrzellen des Immunsystems beschützt wird. Diese natürliche Barriere fehlt am Zahnimplantat – somit können sich hier Entzündungen schneller ausbreiten – es bildet sich schneller Eiter und Knochen geht verloren. Der implantologisch versierte Zahnarzt wird jedes Implantat regelmäßig auf Entzündungszeichen kontrollieren und sie auf regelmäßige Nachsorgen im Rahmen der professionellen Zahnreinigung hinweisen! Nur so können ihre Zahnimplantate ein Leben lang halten!

Warum habe ich gar nicht selbst bemerkt, dass sich mein Zahnimplantat entzündet hat?

In unserer Zahnarztpraxis in München beobachten wir häufig, dass die Entzündung an Zahnimplantaten lange schmerzlos verläuft. Wenn die Entzündungsflüssigkeit, auch Eiter genannt, abfließen kann bleibt die Erkrankung für den Patienten oft lange Zeit verborgen. Nur eine akute Entzündung kann sich durch Schmerzen, Schwellung, Rötung oder Blutung äußern. Anzeichen für eine Entzündung am Implantat kann auch Mundgeruch sein. Es ist auch schon vorgekommen, dass Patienten erst bei einem lockeren Zahnimplantat die Zahnarztpraxis aufgesucht haben. Hier kommt natürlich alle Hilfe zu spät –das Implantat kann in solch gravierenden Fällen nur noch unter Lokalanästhesie herausgenommen werden.

Wie wird eine Periimplantitis-Therapie an Zahnimplantaten durchgeführt?

In der Regel reichen bei oberflächlichen Entzündungen antibakterielle Spülungen und eine Hygiene-Instruktion des Patienten aus. Wenn die Ursachen, also die Bakterien, sicher beseitigt werden heilen diese Erkrankungen vollständig ab ohne weitere Maßnahmen. Unterstützend kann mit der photodynamischen Therapie die Zahnfleischtasche desinfiziert werden.
Bei tiefer entzündeten Zahnimplantaten gibt es verschiedene Optionen! Die operative Reinigung und Glättung der freiliegenden rauhen Oberflächen ist sicherlich eine wichtige Maßnahme. Zusätzlich kann das Zahnfleisch um das Implantat herum verdickt werden und so eine bessere Barriere gegen Bakterien hergestellt werden.
Bei falsch hergestelltem Zahnersatz kann eine Neuanfertigung der Suprakonstruktion notwendig sein, also der Kronen oder Brücken, die auf die Implantate aufgesetzt wurden.

Was passiert eigentlich, wenn niemand diese Entzündung an den Zahnimplantaten bemerkt?

Zum einen geht der Knochen am Zahnimplantat verloren – eine Weiterversorgung mit neuen Implantaten wird in Folge schwierig oder gar unmöglich.
Zum anderen hat man eine chronisch eitrige Entzündung im Körper! Es können im gesamten Organismus Schäden in Folge der Erkrankung auftreten: erhötes Risiko von Frühgeburten bei Schwangeren, Verschlimmerung von Diabetischen Folgeschäden, erhöhtes Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt beziehungsweise Schlaganfall und vieles mehr!
Sie sehen: es lohnt sich auf die Gesundheit Ihrer Zähne und Zahnimplantate zu schauen! Vereinbaren Sei einen Termin bei uns am Münchener Marienplatz und lassen Sie sich unverbindlich von den Zahnärzten Dr. Hocheneder und Dr. Hoischen beraten!

Was passiert nach der Periimplantitis-Behandlung mit meinem Implantat?

Nach der Behandlung des entzündeten Implantats ist es besonders wichtig, einer erneuten Entzündung vorzubeugen. Im Rahmen von regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen wird das Implantat engmaschig kontrolliert und einer erneuten Entzündung vorgebeugt.
Gerne beraten Sie unsere Zahnärzte persönlich zum Thema Periimplantitis in unserer Zahnarztpraxis in München direkt am Marienplatz!

Übernimmt meine Krankenkasse die Behandlung des entzündeten Zahnimplantats?

Die Behandlung der Zahnimplantate ist bei privat versicherten Patienten in der Regel im Versicherungsschutz inbegriffen. Anders ist es bei gesetzlich versicherten Pateinten. Hier ist oft eine Abrechnung über die Gesetzliche Krankenkasse nicht möglich. Sprechen Sie uns aber gerne hierzu persönlich an – anhand Ihres Befundes erläutern wir Ihnen die Therapieoptionen in ihrem speziellen Behandlungsfall und rechnen ihnen im Voraus aus, ob Kosten auf Sie zukommen oder nicht! Pauschal lassen sich solche Fragen nur schwer beantworten!